Erstellt am 17. Juli 2009

Die Ökonomie killt Visionen

40 Jahre ist es her seit der Verwirklichung einer grossen Vision: die Mondlandung. In den Medien ist dies momentan wieder präsent und dieser Faszination kann auch ich mich nicht entziehen. Und sogleich stellte sich mir die Frage: was ist mit den Visionen von heute? Wo sind diese?
Innovationen gibt es meiner Meinung nach kaum noch. Früher war die Welt voll von verrückter Ideen und Erfindergeist. Aber wenn ich mich so umsehe, ist da heute nur noch eine gähnende Leere.

Vielleicht irre ich mich ja, aber mir scheint, als leiden wir an einem Innovations-Defizit. Klar doch, der Markt ist voller toller und neuer Produkte – schaut man jedoch genauer hin, kann kaum etwas als wirklich neu bezeichnet werden. Gibt’s denn schon alles? Zu kaufen und zu konsumieren gibt es mehr als genug. Und genau hier liegt ein Aspekt des Problems: musste man sich früher noch Gedanken machen, wie ein Problem gelöst oder ein Wunsch befriedigt werden kann, fährt man heute schnell in den Supermarkt und kauft ein Produkt, das zwar nicht alle Wünsche befriedigen kann, aber den momentanen Hunger nach der Traumverwirklichung bis zu einem gewissen Grad stillen kann.
Ein weiteres Problem: heut zu tage muss sich alles auszahlen. Auch wenn eine Erfindung noch so innovativ sein kann, falls es auf dem Markt keine Chance hat, ist es dem Tod geweiht. Die Ökologie ist daher Killer Nummer 1 für Innovationen und Erfindungen – auch wenn sie stets angibt, Innovationen zu unterstützen. Aber Fakt ist: damit ein Produkt massentauglich ist, muss der Kunde es schon irgendwie kennen. Etwas gänzlich Neues ist sehr riskant, kann man ja nicht abschätzen, ob es auf Zustimmung stösst.
Auch haben wir schlicht keine Zeit mehr, uns überhaupt mit Hirngespinsten auseinander zu setzen. Ich selbst erfahre dies tagtäglich: stets am arbeiten, kaum am kreativen “Pause machen”. Dafür würde uns der Stand der Technik in die Lage versetzen, Unglaubliches zu erfinden.
Obschon heute zwar noch viel ansteht (Buchhaltung, Coden, …), werde ich daher mit gutem Beispiel voran gehen und einfach nichts tun – ausser meinen Gedanken nachgehen.
Macht es doch einmal genau so.


VN:F [1.9.10_1130]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.10_1130]
Rating: 0 (from 0 votes)