Erstellt am 15. Februar 2011

Warum ich einen Stift für mein iPad brauche

Kaum selten wird ein Thema so heiss diskutiert wie: “Stift fürs iPad: ja oder nein”. Von Seiten Apple ist es klar: der Stift hat ausgedient. Direkte Kontrolle via Touch-Screen heisst die Losung. Und viele stützen das Argument, ohne sich jeweils selber wirklich Gedanken darüber gemacht zu haben. Die Idee ist absolut revolutionär: weg vom Stift, hin zum Finger. Und doch habe ich mir am letzten Samstag bei Amazon zwei Stifte für mein iPad bestellt. Klar kann ich perfekt Surfen und E-Mails lesen ohne Stift, doch gibt es meiner Meinung nach Programme, für welche es ein grosser Vorteil ist, einen Stift zu benutzen.

Einen Finger zu benutzen, um auf etwas hin zu weisen (also zum Beispiel auf ein Icon zu drücken) oder um Objekte zu berühren und zu verschieben, ist absolut logisch. Ein Objekt per Stift zu verschieben ist irgendwie unnatürlich. Aber Zeichnen und Schreiben geht am besten mit Stift. Ich habe nichts gegen Fingerfarb-Sessions – das macht Spass und kann sicher auch von künstlerischer Seite her funktionieren. Aber etwas genauer zu zeichnen klappt besser mit einem Stift. Das liegt daran, dass kleine, kontrollierte Bewegungen auf eine Verlängerung übertragen werden. Dadurch vergrössert sich der Kontroll-Radius und minimale Änderungen der Finger können so gezielt eingesetzt werden.
Der zweite Punkt ist für mich aber ausschlaggebend: Wenn man mit der Fingerkuppe zeichnet, verdeckt immer der Handrücken die direkte Sicht auf den Berührungspunkt, also das Objekt, welches gezeichnet wird. Ich konnte mich schon oft beobachten, dass ich daher beim Zeichnen gerne die Hand etwas unnatürlich angewinkelt hielt oder sogar den Kopf seitwärts nach unten bewegte, um das Objekt, welches ich zeichne, genauer sehen zu können. Beim Einsatz eines Stifts hingegen, ist der Handrücken auf der Seite des Stifts, so dass die Spitze ohne akrobatische Verrenkungen eingesehen werden kann.
Ich mache mir keine Illusionen: das iPad ist nicht mit einem Tablet zu vergleichen. Die Stifte sind unpräzise und erinnern eher an einen Radiergummi als an eine Spitze. Und trotzdem denke ich, wird ein Stift obige Negativpunkte ausmerzen. Das iPad ist ja auch nicht dazu gedacht, erstklassige und präzise Zeichnungen anzufertigen, aber perfekt zum Skizzieren und Ideen aufschreiben.
Natürlich werde ich euch über die Erfahrungen mit meinen Stiften berichten. Vielleicht revidiere ich dann auch meine Meinung.


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  • Danke für deine Beitrag.
    Ich habe mir auch gerade so einen Stift bestellt und bin schon sehr gespannt.
    Lg
    Sascha

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