Erstellt am 26. Juni 2009

CMS einfach und schön

Achtung: dieser Artikel ist für normale Leser wahrscheinlich etwas verwirrend. Versucht es nicht, es zu verstehen, sondern geniesst einfach das Wochenende!

Schon seit einigen Tagen setze ich mich mit dem Thema “CMS” für ein Kundenprojekt auseinander. Dabei ist es für mich enorm wichtig, dass ein solches System:

a) für den Kunden sehr einfach zu handhaben ist
b) in der Gestaltung und Anordnung der Site so viel Freiraum wie möglich bietet

Aus ersterem Grund fiel Typo3 schon mal durch. Das System kann einfach zu viel und ist daher für den einfachen Kunden von nebenan schlicht zu kompliziert.

Dann wäre da noch WordPress. Dieses Tool ist eigentlich genau nach meinem Geschmack (he, ich benutze es ja selbst für diesen Blog!). Aber leider sind hier gestalterische Abstriche zu machen. Es gibt zwar eine enorme Masse an frei verfügbaren Vorlagen, aber der Kunde hat eigentlich keine Möglichkeit, seine Inhalte so zu arrangieren, wie er es wünscht. Tabellen fehlen in der Grundinstallation gänzlich (kann nachinstalliert werden, aber bei mir hat dies nicht geklappt). Das kann natürlich auch ein grosser Vorteil sein: so kann der Kunde später die Seite wirklich nicht “zerschiessen”. Aber die Ansprüche, welche mein Kunde hat, lassen sich nicht einfach so mit WordPress umsetzen.

Und wo bin ich nun?
Ich setze mein heiss-geliebtes Tool RapidWeaver in Verbindung mit google docs ein. Somit habe ich enorme Freiheiten in der Gestaltung. Es gibt ein paar wunderschöne Plugins, die die Präsentation einfach wunderbar hin bekommen (z.B. Collage, Stacks, …).
Der Kunde kann nun selbst seine Dokumente, welche er erstellt haben möchte, via google bearbeiten. Sogar ein Upload eines Word-Dokuments ist möglich. Diese Dokumente werden dann einfach mit Hilfe des PlusKit Plugins von loghound in die fertige Website eingelesen und automatisch dem Design angepasst.
Einziges Problem: Da der Kunde von einem Dokument auf das nächste verlinken wollte, und das Dokument nicht unter der google domain lief (da der Inhalt in die fertige Seite eingebunden wurde), wurde der Link nicht gefunden. Auch wenn man im google Dokument den vollen Pfad zur URL angibt (z.B. http://docs.google.com/…), scheint google so intelligent sein zu wollen, dass er diesen vollen Pfad stets zu einem relativen Umwandelt (also nur noch “View?docID…”).
Das konnte ich so nicht benutzen.
Also, nahm ich meine Javascript und mootools Kenntnisse hervor und erstellte ein Script, welches folgendes durchführt:

1. Suche alle Links im Dokument, welche mit der Adresse “View” beginnen
2. Setze vor dieser Adresse die docs.google domain hinzu

Da ich dann noch das Dokument nicht in einem neuen Fenster geöffnet haben wollte, sondern “inline” habe ich noch mediabox heran gezogen, um die Inhalte in einem Layer über dem Hauptinhalt an zu zeigen. Auch dieser Schritt brauchte einiges an Arbeit, da im Google Dokument keine weiteren HTML Optionen angegeben werden können (bzw. der Kunde dies auch nicht machen will).
So kam dann ein weiteres Script hinzu, welches alle Links mit dem Attribut “target” sucht und diese in Mediabox öffnet.

Das Resultat kann sich nun sehen lassen: Mit Hilfe von PlusKit, GoogleDocs, Mootools und Mediabox, habe ich dem Kunden ein CMS präsentieren können, welches höchst einfach zu administrieren ist und im Design keine Abstriche machen muss. Der Kunde kann nun ganz einfach eine Übersichtsseite gestalten mit Links zu Unterseiten. Dies wird automatisch in die fertige Site geladen.

Da das Projekt noch in der Entwicklungsphase ist, kann ich euch hier leider keinen Blick darauf werfen lassen.


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  • lthanee sagt:

    das liest sich einfach prima, und was ist daraus geworden ????

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