Erstellt am 31. August 2010

Die Kinder vor die Glotze zwingen

Früher hat man noch ‘Eile mit Weile” gespielt, heute nur noch Gameboy, meinte ein Moderator fast wehmütig heute Morgen auf der gleichen Radiostation, welche seit gestern ein neues Format für die jungen Hörerinnen und Hörer aufgeschaltet haben.
Pirando wurde vom Zambo abgelöst. Dabei wurde schon zu Beginn klar, was eine der Hauptaufgaben dieser neuen Sendung sein soll: die Kinder vom Radio weg bringen, hin zur Glotze und zum Computer. Natürlich denken sich die Macher bestimmt, dass sich die Medienformate gegenseitig stützen werden, der Radiokonsum also keineswegs drastisch sinken wird. Im Schnitt dürfte diese Rechnung vielleicht sogar aufgehen, doch finde ich es äusserst problematisch, Kinder praktisch zum Konsum von TV und Internet nicht nur zu animieren, sondern beinahe zu zwingen. Wenn die Kinder keine Ahnung von Avataren und der neuesten Fernsehserie haben, bleiben diese ausgeschlossen.
Für uns ist klar: Kinder gehören ins Freie, sollen spielen und Erfahrungen mit anderen Kindern sammeln und nicht vor dem Bildschirm konsumieren.
Schade geht für uns ein Stück grossartiges Radio zu Ende, welches unsere Kinder immer fasziniert und erfreut hat. Das Programm war auch eine Ruhepause vor dem “zu Bett gehen” und hat den Kindern gezeigt, dass spannende Geschichten und gute Musik immer noch am besten gehört anstatt gesehen werden.


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3 Kommentare

  • Max sagt:

    Zambo ist Best Of!

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  • Max sagt:

    Zambo ist nicht nur im SF sondern auch im Drs!
    Zuerst schlau machen!

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  • Natürlich. Und auch im Internet. Genau das meinte ich mit diesem Artikel: im Radio wird für die anderen Medien geworben. Die Grenzen sind fliessend. Da wird man im Radio aufgefordert, diverse Sendungen im TV reinzuziehen. Dort wiederum soll man auf die Webseite gehen und sich einen Avatar erstellen, damit man mitspielen kann. Warum nicht einfach Radio Radion sein lassen und eine professionelle Sendung bieten anstatt die Kinder zum Fernseh- und Internetkonsum zu motivieren?

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