Erstellt am 10. Juni 2009

Wo rennt denn meine Zeit hin?

Ich vermute einmal, es geht nicht nur mir als Selbständigerwerbender, Freiberufler im Bereich Grafik und Webdesign so: Ich habe oftmals keine Ahnung, wofür ich eigentlich soviel Zeit verwendet habe. Sicher ist es von Vorteil, wenn man sich so auf die Arbeit konzentrieren kann, dass man alles andere vergisst. Aber leider weiss ich am Abend oftmals nicht, was ich denn so eigentlich geleistet habe. Als Angestellter ist man da schon viel besser dran: auch wenn man nicht weiss, womit man seinen Tag verbracht hat, so weiss man wenigstens wofür (Lohn) man geschufftet hat und welches die genauen Arbeitsbedingugen (in Theorie: was) sind.
Ich dachte schon daran, mir einen genauen Stundenplan zurecht zu legen: Morgens 8-9 Uhr Emails beantworten, dann 9-12 Uhr an bestehenden Produkten arbeiten (Weiterentwicklung, Bug Fixes, …) etc. etc. Aber das bringt es eindeutig nicht. Ich mag es ja eigentlich, meine Arbeitszeit flexibel einteilen zu können und möchte mich nicht einfach wieder von irgendwelchen Rahmenbedingungen abhängig machen.
Wie lässt sich dieses Dilemma lösen? Soll ich mich einfach damit abfinden, dass ich am Abend nicht mehr genau weiss, was ich gearbeitet habe? Sagen mir meine neu erstellten Dokumente auf meinem Mac genug darüber aus (hatten wir ja auch schon mal: Definition über die digitalen/virtuellen Daten) oder soll es mir ganz einfach schnurz-egal sein?
Na, ich habe mir jedenfalls heute ein Time Logger (myMacTime von Point Works) zugelegt und lass den Computer Buch führen. Aber wahrscheinlich werde ich ihn einfach vergessen einzuschalten. Genau so wie mit der automatisierten Pausenkontrolle (ein Programm, welches meine Arbeit immer wieder unterbricht und ich gezwungen werde Pause zu machen – TimeOut von Dejal).
Wo bleibt da nur die Disziplin? Ist das wohl schon der Beginn einer ernst zu nehmenden Depression?


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