Artikel-Schlagworte: „Gesellschaft“

Die Bastelkultur der Alemannen

Montag, 10. Mai 2010

Wunderbar waren die letzten 2 Wochen, die wir in Südfrankreich verbracht haben. Tolles Wetter (wenigstens die erste Woche), gutes Essen und eine fantastische Flora. Nun bin ich wieder zurück und schreibe die ersten News nach der Reise. Ich habe nicht vor, hier eine Unmenge privater Fotos zu veröffentlichen oder mich über schlechte Bedienung auszulassen, wie das heute gang und gäbe ist – übrigens hatten wir sowieso kein Grund zum stänkern.
Ich möchte bloss einen Gedanken anreissen, der mich seit meinen Ferien nicht mehr loslässt: wieso bastelt die Deutsche Gesellschaft bzw. Kultur so gerne?

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Warum Handy-Gespräche dumm sein müssen

Montag, 16. November 2009

Wir kennen es alle: da sitzen wir im Zug, Bus oder Restaurant und müssen uns dauernd von irgendwelchen Handy-Smalltalks im Hintergrund drein reden lassen. Dabei sind die Informationen, die da per Telefon überbracht werden eigentlich kaum solche (nach der Definition von “Information” her): Information vermittelt einen Unterschied. Information muss relevant sein, um als solche zu gelten. Irrelevante Information gibt es definitionsgemäss nicht.
Es war für den Menschen schon immer schwieriger, wichtige Gespräche übers Telefon zu führen. Stehen wichtige Ziele und Diskussionen an, so ist es unumgänglich, dies auf persönlicher Ebene zu tun – in einer Sitzung, bei einem Gespräch im Café, …
Was also ist Sinn und Zweck von der Möglichkeit, stets telefonisch erreichbar zu sein und wieso können viele nicht mehr darauf verzichten?

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Bier schmeckt besser als aus dem Glas: Die Wischi-Waschi Kultur

Freitag, 9. Oktober 2009

Ist es euch auch schon einmal aufgefallen: überall lauert die Relativität. Vieles ist besser, höher, billiger, schneller – ohne auch nur einen Bezug auf einen Sachverhalt zu nehmen, an welchem diese Begriffe gemessen werden könnten.
Die Schule muss besser werden, ein Unternehmen stärker, die Gesellschaft jünger und moderner. Ich frage mich da: “als was?”. Klar in einigen Fällen gibt es implizite Rückschlüsse, wie “Frauen fahren besser”. Ohne den Satz zu vervollständigen, wissen wir genau, wer dann schlechter fährt.
Aber es ist doch erstaunlich, wie oft relative Begriffe verwendet werden, ohne dass man die zusätzliche Information bekommt, an was etwas eigentlich gemessen wird. Die Wischi-Waschi-Kultur hält immer noch Einzug in jeden Bereich, sei das Schule, Politik oder Werbung.

Aber: wenn etwas besser ist, heisst das noch lange nicht, dass es auch gut ist. Schon rein von diesem Gedanken her, ist klar: gut ist oft besser als besser, oder billig billiger als billiger. Oder anders: nicht immer ist mehr besser.

Ich plädiere hier für einen besseren Umgang mit Sprache – oh, hoppla: für einen guten Sprachgebrauch. Ein sehr netter Beitrag leistet auch das Stupidedia dazu:

http://www.stupidedia.org/stupi/Relativ

Also liebe Werbler und Kreative: wenn ihr das nächste Mal etwas Schönes gestalten sollt, denkt bitte daran: gut ist meist besser.

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Von der Staatswirtschaft zum Wirtschaftsstaat oder Die Demokratie am Abgrund

Donnerstag, 13. August 2009

arton42-1.jpgEigentlich interessiere ich mich nicht besonders für Politik und schon gar nicht für die Wirtschaft. Warum ich hier also über solche Themen schreibe, weiss ich nicht. Doch scheinen mir trotzdem einige Aspekte durchaus diskussionswürdig.
So etwa die stetig wachsende Verwirtschaftlichung des Staates im Gegensatz zur Abnahme der Verstaatlichung der Wirtschaft.

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TV-Werbung – Wir haben genug

Montag, 10. August 2009

Es war Samstagabend: Da unsere 12-jährige Tochter absoluter Asterix-Fan ist, freuten wir uns auf die Ausstrahlung des Trickfilms “Asterix bei den Briten” auf Sat1.
Wir machten es uns auf dem Sofa so richtig gemütlich. Aber diese Gemütlichkeit wurde nach wenigen Minuten das erste Mal durch nervtötende Werbung gestört. Nach mehreren Werbeblocks war unsere gute Stimmung futsch. Unsere Verfassung schwankte zwischen aggressiv und depressiv. Wir haben uns schliesslich nur noch aufgeregt. Da war für uns klar, dass sich etwas ändern musste.

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