Erstellt am 16. November 2009

Warum Handy-Gespräche dumm sein müssen

Wir kennen es alle: da sitzen wir im Zug, Bus oder Restaurant und müssen uns dauernd von irgendwelchen Handy-Smalltalks im Hintergrund drein reden lassen. Dabei sind die Informationen, die da per Telefon überbracht werden eigentlich kaum solche (nach der Definition von “Information” her): Information vermittelt einen Unterschied. Information muss relevant sein, um als solche zu gelten. Irrelevante Information gibt es definitionsgemäss nicht.
Es war für den Menschen schon immer schwieriger, wichtige Gespräche übers Telefon zu führen. Stehen wichtige Ziele und Diskussionen an, so ist es unumgänglich, dies auf persönlicher Ebene zu tun – in einer Sitzung, bei einem Gespräch im Café, …
Was also ist Sinn und Zweck von der Möglichkeit, stets telefonisch erreichbar zu sein und wieso können viele nicht mehr darauf verzichten?

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Erstellt am 9. Oktober 2009

Bier schmeckt besser als aus dem Glas: Die Wischi-Waschi Kultur

Ist es euch auch schon einmal aufgefallen: überall lauert die Relativität. Vieles ist besser, höher, billiger, schneller – ohne auch nur einen Bezug auf einen Sachverhalt zu nehmen, an welchem diese Begriffe gemessen werden könnten.
Die Schule muss besser werden, ein Unternehmen stärker, die Gesellschaft jünger und moderner. Ich frage mich da: “als was?”. Klar in einigen Fällen gibt es implizite Rückschlüsse, wie “Frauen fahren besser”. Ohne den Satz zu vervollständigen, wissen wir genau, wer dann schlechter fährt.
Aber es ist doch erstaunlich, wie oft relative Begriffe verwendet werden, ohne dass man die zusätzliche Information bekommt, an was etwas eigentlich gemessen wird. Die Wischi-Waschi-Kultur hält immer noch Einzug in jeden Bereich, sei das Schule, Politik oder Werbung.

Aber: wenn etwas besser ist, heisst das noch lange nicht, dass es auch gut ist. Schon rein von diesem Gedanken her, ist klar: gut ist oft besser als besser, oder billig billiger als billiger. Oder anders: nicht immer ist mehr besser.

Ich plädiere hier für einen besseren Umgang mit Sprache – oh, hoppla: für einen guten Sprachgebrauch. Ein sehr netter Beitrag leistet auch das Stupidedia dazu:

http://www.stupidedia.org/stupi/Relativ

Also liebe Werbler und Kreative: wenn ihr das nächste Mal etwas Schönes gestalten sollt, denkt bitte daran: gut ist meist besser.

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Erstellt am 3. September 2009

Der Krux mit automatischen Übersetzungen

Momentan sind wir dabei, einen neuen Webshop ein zu richten. Das Problem ist, dass dieser keine Möglichkeit bietet, ihn in verschiedenen Sprachen zu gestalten. Doch, prinzipiell gäbe es eine Möglichkeit: durch ein WordPress Plugin die Seiten automatisch übersetzen zu lassen. Aber leider ist der resultierende Text immer noch eher verwirrend als erklärend. Auch Apples App Store ist davon nicht gefeit: Die Entwickler scheinen sich bewusst zu sein, dass eine Übersetzung in andere Sprachen als Englisch den Verkauf fördern kann. Aber solch grauenhafte Übersetzungen wie im Bild links werden wohl eher potentielle Kunden abschrecken. Ich bin der Meinung: lieber gar keine Übersetzung als eine katastrophale. Natürlich sind solche Fehlleistungen äusserst unterhaltsam.
Ich erinner mich auch an eine Episode in Paris, als ein Prospekt der Touristeninformationsstelle uns stundenlang in bester Laune hielt. Aber ob das so gewollt war?


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