Erstellt am 9. Oktober 2009

Bier schmeckt besser als aus dem Glas: Die Wischi-Waschi Kultur

Ist es euch auch schon einmal aufgefallen: überall lauert die Relativität. Vieles ist besser, höher, billiger, schneller – ohne auch nur einen Bezug auf einen Sachverhalt zu nehmen, an welchem diese Begriffe gemessen werden könnten.
Die Schule muss besser werden, ein Unternehmen stärker, die Gesellschaft jünger und moderner. Ich frage mich da: “als was?”. Klar in einigen Fällen gibt es implizite Rückschlüsse, wie “Frauen fahren besser”. Ohne den Satz zu vervollständigen, wissen wir genau, wer dann schlechter fährt.
Aber es ist doch erstaunlich, wie oft relative Begriffe verwendet werden, ohne dass man die zusätzliche Information bekommt, an was etwas eigentlich gemessen wird. Die Wischi-Waschi-Kultur hält immer noch Einzug in jeden Bereich, sei das Schule, Politik oder Werbung.

Aber: wenn etwas besser ist, heisst das noch lange nicht, dass es auch gut ist. Schon rein von diesem Gedanken her, ist klar: gut ist oft besser als besser, oder billig billiger als billiger. Oder anders: nicht immer ist mehr besser.

Ich plädiere hier für einen besseren Umgang mit Sprache – oh, hoppla: für einen guten Sprachgebrauch. Ein sehr netter Beitrag leistet auch das Stupidedia dazu:

http://www.stupidedia.org/stupi/Relativ

Also liebe Werbler und Kreative: wenn ihr das nächste Mal etwas Schönes gestalten sollt, denkt bitte daran: gut ist meist besser.

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Erstellt am 10. August 2009

TV-Werbung – Wir haben genug

Es war Samstagabend: Da unsere 12-jährige Tochter absoluter Asterix-Fan ist, freuten wir uns auf die Ausstrahlung des Trickfilms “Asterix bei den Briten” auf Sat1.
Wir machten es uns auf dem Sofa so richtig gemütlich. Aber diese Gemütlichkeit wurde nach wenigen Minuten das erste Mal durch nervtötende Werbung gestört. Nach mehreren Werbeblocks war unsere gute Stimmung futsch. Unsere Verfassung schwankte zwischen aggressiv und depressiv. Wir haben uns schliesslich nur noch aufgeregt. Da war für uns klar, dass sich etwas ändern musste.

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Erstellt am 15. Juli 2009

Sex ist gutes Design

Sex in der Werbung ist immer noch das A und O. Sex Sells. Da habe ich prinzipiell auch nichts dagegen. Das Ergebnis muss einfach stimmig sein und muss zum Inhalt passen.Ich frage mich bloss, wer hier das Zielpublikum dieser Design-Bude ist. Was wohl am irritierendsten ist, ist der dazu gehörige Text:

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Erstellt am 24. Juni 2009

Unwort und Unsitte der Design-Branche: People

Heute bin ich im iPhoto Archiv über ein schönes Bild gestolpert, welches mich sehr beeindruckt hat (siehe links). Es ist für mich bezeichnend für die landläufige Meinung, glückliche Menschen auf einem Plakat ist das A und O für eine positive Werbung. Für mich ist es einfach nur grauenhaft, unprofessionell und unkreativ. Sieht man sich im Web auf Firmen-Homepages um, so wird man bomardiert von diesen ausdruckslosen, nichtssagenden Bildern. Da ein Händeschütteln, hier ein abgeschnittenes Profil, cleane Geschäftspartner und hochstilisierte Familien.
Hat denn die Design- und Werbebranche nichts besseres zu bieten?

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