Erstellt am 14. April 2010

Adios Amigros

Den wirklich innovativen Werbungen zum Trotz ist für mich klar, dass ich in Zukunft keine Produkte der Migros aus den Non-Food Sektionen mehr kaufen werde. Nicht nur dass der Kundensupport in der letzten Zeit nachgelassen hat, so sind die Produkte schlicht mangelhaft oder das Personal nicht genug ausgebildet, diese zu warten.
Als erstes sei eine Fritteuse erwähnt, welche ich anlässlich meines letzten Geburtstags erhalten habe. Wie habe ich mich über das Geschenk gefreut. In edlem Chromstahl gehalten, klare Formen und ein grosser Frittierkorb. Doch schon nach dem ersten Gebrauch fiel der Kunststoff-Griff im Deckel ab. Er spaltete sich aufgrund zu starker Erwärmung der Schraube, mit welcher dieser befestigt war. OK, zurückgebracht und eingetauscht. Das heisst: ich musste ein paar Wochen warten, bis das Gerät wieder aus der Reparatur zurück kam, denn ein einfacher Umtausch im Laden ist neuerdings nicht mehr möglich, da die Entscheidungsträger irgendwo zentralisiert sitzen und das Personal so die Maschine erst einsenden musste. Erste Enttäuschung.

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Erstellt am 3. Dezember 2009

Ohne Google im WWW

Mir geht es wie den meisten anderen Internetnutzern auch: ich benutze google – und das täglich. Ich kann mir eigentlich ein Internet ohne Google kaum noch vorstellen. Irgendwie beunruhigend, einzusehen, wie abhängig man von einer Firma ist. Beunruhigender wird die Sache noch, da Google immer wieder Mühe mit dem Datenschutz hat und seine Vormachtstellung politisch wie wirtschaftlich ausnutzt. Ganz geschweige von Menschenrechtsverletzungen (z.B. Zensur in China), welche Google tatkräftig unterstützt.
Ausserdem klar ist auch, dass Google täglich sehr persönliche Daten sammelt und ein Profil jedes Internetnutzers erstellt. Wenn einem dies bewusst wird, beginnt man unweigerlich, sich gewisse Fragen zu stellen: Warum benutze ich Google? Will ich Google weiterhin nutzen und unterstützen und wenn nicht: was sind die möglichen Alternativen? Ich versuche diese hier kurz zu beantworten.

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Erstellt am 9. Oktober 2009

Bier schmeckt besser als aus dem Glas: Die Wischi-Waschi Kultur

Ist es euch auch schon einmal aufgefallen: überall lauert die Relativität. Vieles ist besser, höher, billiger, schneller – ohne auch nur einen Bezug auf einen Sachverhalt zu nehmen, an welchem diese Begriffe gemessen werden könnten.
Die Schule muss besser werden, ein Unternehmen stärker, die Gesellschaft jünger und moderner. Ich frage mich da: “als was?”. Klar in einigen Fällen gibt es implizite Rückschlüsse, wie “Frauen fahren besser”. Ohne den Satz zu vervollständigen, wissen wir genau, wer dann schlechter fährt.
Aber es ist doch erstaunlich, wie oft relative Begriffe verwendet werden, ohne dass man die zusätzliche Information bekommt, an was etwas eigentlich gemessen wird. Die Wischi-Waschi-Kultur hält immer noch Einzug in jeden Bereich, sei das Schule, Politik oder Werbung.

Aber: wenn etwas besser ist, heisst das noch lange nicht, dass es auch gut ist. Schon rein von diesem Gedanken her, ist klar: gut ist oft besser als besser, oder billig billiger als billiger. Oder anders: nicht immer ist mehr besser.

Ich plädiere hier für einen besseren Umgang mit Sprache – oh, hoppla: für einen guten Sprachgebrauch. Ein sehr netter Beitrag leistet auch das Stupidedia dazu:

http://www.stupidedia.org/stupi/Relativ

Also liebe Werbler und Kreative: wenn ihr das nächste Mal etwas Schönes gestalten sollt, denkt bitte daran: gut ist meist besser.

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Erstellt am 15. Juli 2009

Sex ist gutes Design

Sex in der Werbung ist immer noch das A und O. Sex Sells. Da habe ich prinzipiell auch nichts dagegen. Das Ergebnis muss einfach stimmig sein und muss zum Inhalt passen.Ich frage mich bloss, wer hier das Zielpublikum dieser Design-Bude ist. Was wohl am irritierendsten ist, ist der dazu gehörige Text:

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Erstellt am 24. Juni 2009

Unwort und Unsitte der Design-Branche: People

Heute bin ich im iPhoto Archiv über ein schönes Bild gestolpert, welches mich sehr beeindruckt hat (siehe links). Es ist für mich bezeichnend für die landläufige Meinung, glückliche Menschen auf einem Plakat ist das A und O für eine positive Werbung. Für mich ist es einfach nur grauenhaft, unprofessionell und unkreativ. Sieht man sich im Web auf Firmen-Homepages um, so wird man bomardiert von diesen ausdruckslosen, nichtssagenden Bildern. Da ein Händeschütteln, hier ein abgeschnittenes Profil, cleane Geschäftspartner und hochstilisierte Familien.
Hat denn die Design- und Werbebranche nichts besseres zu bieten?

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